
Die Suche nach einer geeigneten Form der Rentenvorsorge oder der Vorsorge für den Fall finanzieller Ausfälle durch Krankheit oder Berufsunfähigkeit beschäftigt immer mehr Menschen. Nach eine Studie der Postbank Ende des Jahres 2005, bei der 2.000 Menschen befragt wurden, halten vier von zehn Berufstätigen ihre Altersvorsorge nicht für ausreichend und wünschen sich dementsprechend eine bessere Aufklärung.
In den Diskussionen um die Reform des Rentensystems wird immer öfter die Notwendigkeit der privaten Vorsorge neben der Betriebsrente und der gesetzlichen Rentenversicherung betont. Allerdings besteht Unsicherheit, wie viel man nun monatlich investieren muss, um den heutigen Lebensstandard auch im Alter halten zu können und welches die besten Anlageformen sind. 41% der Berufstätigen (bei den unter 30-Jährigen sogar 6% mehr) können sich der Postbank-Studie 2005 zufolge diese Frage nicht beantworten. Die Studie stellte unter anderem auch fest, dass die Riester-Rente fast zweimal so häufig gewählt wurde, wie noch im Vorjahr. Noch häufiger wurde zur Vorsorge allerdings der Kauf von Immobilien oder der Abschluss einer privaten Rentenversicherung gewählt.
Um durch den Dschungel der Vorsorgemöglichkeiten zu finden, ist es hilfreich sich darüber Klarheit zu verschaffen, wie hoch man den finanziellen Bedarf im Alter einschätzt, welche Angaben die Bundesanstalt für Versicherungen einem bereits gemacht hat, welche Möglichkeiten eine betriebliche Altersvorsorge bieten könnte. Bei Letzterer ist zu bedenken, dass man die Vorsorge an den Arbeitgeber bindet und dieser auch über die Anlageform des Geldes entscheidet.
Welche Anlageform die beste ist, hängt unter anderem auch davon ab, wie alt man ist. Je weniger Zeit man noch bis zum Renteneintrittsalter beispielsweise hat, desto weniger Risiko sollte man bei privater Vorsorge eingehen. Aktienfonds bilden die bessere Alternative für eine langfristig angelegte Vorsorge. Ein anderes Beispiel sind Lebensversicherungen: Für Auszubildende und Berufsanfänger sind sie eine eher teure Alternative, um für das Alter vorzusorgen, wenn man das noch relativ geringe Gehalt und die sich mit großer Wahrscheinlichkeit noch verändernden Lebensverhältnisse bedenkt. Vor jeder Entscheidung über die geeignete Vorsorge ist eine gute Beratung wichtig.
Neben der Altersvorsorge sollte auch die Vorsorge für den Krankheitsfall nicht vergessen werden. Hier hat man die Wahl zur Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse oder einer teureren privaten Krankenkasse. Die gesetzlichen Krankenversicherungen decken einen gesetzlichen Mindestkatalog an Leistungen zur Behandlung von Krankheiten, Rehabilitation, Vorsorge und Früherkennung ab. Ob man eine teurere private Krankenversicherung wählt oder ob es Sinn macht den Katalog einer gesetzlichen Kasse durch einzelne der zahlreichen Krankenzusatzversicherungen zu ergänzen, zum Beispiel für den Zahnersatz, sollte genau geprüft werden.
Zur Vorsorge im Gesundheitsbereich gehört nicht nur die finanzielle Absicherung gegen Behandlungskosten im Krankheitsfall. Prävention und Krankheitsfrüherkennung gehören ebenfalls dazu. In diesen Zusammenhang gehört das Schlagwort der individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL). Hierbei handelt es sich um Leistungen, die der gesetzlich Krankenversicherte beim Arzt selbst zahlen muss. Sie sind nicht als Leistung in den Vorsorgerichtlinien oder der Gebührenordnung enthalten.
Wichtig für alle Formen der Vorsorge ist in jedem Fall, alle Angebote genauestens zu prüfen und auch Vergleiche anzustellen, um das für sich persönlich am besten passende Vorsorge-Programm zu finden. Weitere Informationen zur Altersvorsorge bietet Ihnen die Arbeitsgemeinschaft Finanzen.
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