
Fast jeder, der sich den Traum vom Eigenheim erfüllen will, braucht die finanzielle Unterstützung eines Kreditinstitutes. Gut geeignet für ein Bauvorhaben oder den Erwerb einer eigenen Wohnung ist die speziell darauf ausgelegte Baufinanzierung. Die Baufinanzierung stellt ein Darlehen einer Bank dar und wird daher auch als Baukredit oder Baudarlehen bezeichnet. Als Sicherheit für die Bank muss eine Grundschuld für die zu finanzierende Immobilie eingetragen werden. Die Eintragung einer solchen Grundschuld in das Grundbuch wird über einen Notar abgewickelt und ist gebührenpflichtig.
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Um eine Baufinanzierung zu planen ist es zunächst notwendig sich über den Finanzierungsbedarf klar zu werden. Hierbei wird die Differenz zwischen Gesamtkosten und Eigenkapital angesetzt. Je nach dem ob Sie einen Neubau oder den Kauf eines Hauses planen, setzen sich die Gesamtkosten der Baufinanzierung aus unterschiedlichen Komponenten zusammen. Beispielsweise werden der Kaufpreis, der Grundstückspreis, Maklergebühren, Grundbuchgebühren, Modernisierungskosten oder Renovierungskosten den Gesamtkosten der Baufinanzierung zugerechnet. Bei der Frage nach dem Eigenkapital ist vor allem zu beachten, dass etwa 20% bis 40% der Baukosten bzw. des Kaufpreises durch Eigenkapital finanziert werden sollten. Kann diese Grenze bei der Baufinanzierung nicht eingehalten werden, sind die Zinsen wesentlich höher und es kann zum Scheitern der Baufinanzierung kommen.
Der nächste Schritt in Richtung Baufinanzierung sind dann Überlegungen über die monatliche Belastbarkeit des Darlehensnehmers. Die Belastbarkeit wird errechnet indem die monatlichen Ausgaben von den monatlichen Einnahmen abgezogen werden. Der verbleibende Betrag steht dann zur Kredittilgung zur Verfügung.
Die Höhe des Darlehens für die Baufinanzierung hängt jedoch nicht nur vom Finanzierungsbedarf und von der persönlichen Belastbarkeit ab, sondern auch vom so genannten Beleihungswert. Mit diesem Beleihungswert wird der auf lange Zeit erzielbare Wiederverkaufswert ausgedrückt. Die Beleihung der Bank beträgt zwischen 60% und 80% des Beleihungswertes.
Zur Baufinanzierung bieten sich verschiedene Arten von Darlehen an. Eine Möglichkeit ist die Baufinanzierung über ein Annuitätendarlehen. Dabei wird ein konstanter Betrag aus Zins und Tilgung zurückgezahlt. Eine andere Option ist ein tilgungsfreies Darlehen zur Baufinanzierung. Beim tilgungsfreien Darlehen werden über die Laufzeit hinweg nur Zinsen bezahlt. Die Darlehensschuld wird am Ende der Laufzeit in der Regel durch eine Lebensversicherung oder einen fälligen Bausparvertrag getilgt. Eine weitere beliebte Variante der Baufinanzierung ist der Bausparvertrag. Bei einer solchen Baufinanzierung spart man zunächst einige Jahre mit einem niedrigen Guthabenszins. Im Anschluss daran wird unter Anrechnung des Sparbetrags ein Darlehen gewährt, das mit einem vorher festgelegten, günstigen Zinssatz vergeben wird.
Da die Baufinanzierung sehr viele verschiedene Finanzierungsbausteine aufweist, empfiehlt sich eine eingehende Auseinandersetzung mit diesem Thema. Es gibt die Möglichkeit sich bei der Bank zum Thema Baufinanzierung beraten zu lassen oder sich über Vergleiche von Baufinanzierungen im Internet zu informieren.
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