Für bestimmte Personengruppen ist eine private Krankenversicherung eine attraktive Alternative zu der gesetzlichen Krankenversicherung. Neben einem Basistarif können ganz individuell viele weitere Versicherungsleistungen abgeschlossen werden. Gleichzeitig sind die Versicherungsprämien relativ niedrig.

Seit es in Deutschland die gesetzliche Pflicht zum Abschluss einer Krankenversicherung gibt (seit dem 01. Januar 2009), entscheiden sich immer mehr Menschen für eine private Krankenversicherung. Ihr größter Vorteil ist die Option, weitere individuelle Versicherungsbedingungen zu vereinbaren, die deutlich über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen. So können bestimmte Zusatzleistungen wie die Kosten für Heilpraktiker oder eine Chefarztbehandlung mitversichert oder mit der Vereinbarung einer Eigenbeteiligung die Höhe der Versicherungsprämien gesenkt werden. Dennoch sind die Beiträge meistens günstiger als in der GKV. Es gibt viele unterschiedliche Tarife bei den verschiedenen Gesellschaften. Versicherungsnehmer sollten genau vergleichen, um eine passende private Krankenversicherung zu finden.

Nicht jeder kann eine private Krankenversicherung abschließen. Angestellte, sowie freiberuflich tätige Künstler und Journalisten müssen nachweisen, dass sie in drei aufeinanderfolgenden Jahren eine bestimmte Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten. Für 2011 sind es beispielsweise 49.500 Euro. Selbstständige und Freiberufler haben die Wahl, ob sie lieber freiwillig in die gesetzliche Krankenversicherung oder in die private Krankenversicherung eintreten wollen. Für Beamte, die zwischen 50 und 80 Prozent ihrer Kosten als Beihilfe von ihrem Dienstherrn erstattet bekommen, kann sich der Wechsel lohnen, weil sie günstigere Beiträge für gleiche Leistungen erhalten. Auch Studenten können unabhängig von ihrem Einkommen eine private Krankenversicherung abschließen. Für sie werden spezielle Studententarife angeboten.

Die Höhe der Prämien richtet sich nach mehreren Faktoren. Das Eintrittsalter und der augenblickliche Gesundheitszustand werden zum Beispiel in die Berechnung miteinbezogen. Grundsätzlich sollte daher der Eintritt in die private Krankenversicherung so früh wie möglich erfolgen. Am günstigsten ist der Basistarif, den jede private Krankenversicherung anbieten muss. Er entspricht in etwa den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Je nach nachdem, welche Zusatzvereinbarungen getroffen werden, erhöhen sich die Beiträge. Das können Leistungen wie Krankenhaustagegeld, Zuschüsse zu Zahnersatz oder alternative Behandlungsmethoden sein. Männer, Frauen und Kinder sowie Angehörige bestimmter Berufsgruppen werden in unterschiedliche Tarife eingestuft, was ebenfalls Auswirkungen auf die Beitragshöhe hat.

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